„He can lick my ass“, Götz of the Iron Hand

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Day 24

My legs are tired today, long day yesterday and another tick on my neck that’s how it is. I realize I need another short day off in a “safe house” to cut out the tick on my neck again and put some more attention to the other one, which is inflamed. The weather is not my favorite either. Damp and stuffy, no sun, the forecast predicts more heavy thunderstorms near lunchtime.

I search for a tiny village where I can creep in and found it by accident in Jagsthausen, never heard of that one either. There is a Roman bath. So if the weather is better I could make a stroll there, I think. But first … more hills. The airless air makes breathing heavy and the sweat is just pouring out of my body collecting in my bike shoes. Never had that before. Wow. The tick bite itches and my other friend tries to drill further in.

At lunch I arrive happy at Jagsthausen, find a room and can patch my bites. Bad angry and sore. Both were nicely placed under my collar; which rubs over it by my cadence. Not good. Cleaned and patched up good I can check my whereabouts.

Jagsthausen,

population 1,800. Surviving Lutherans from the big war (1618-48) still exist under Catholics here nowadays. So it is possible to live together and believe different … at least in that kind of believe …

Sure the Romans were here from 160 AD until 260 AD when they got kicked ass. The typical monks emerged around 1000, you know, one tenth etc. and the whole area were pestered by monasteries, then.

The Luther limetree.
The Luther limetree. Planted 1883

Later on the Land Lords invaded the chastened people’s area and build castles in order to squeeze more scots out of them. The most important is known in whole Görmany: Gottfried „Götz“ von Berlichingen (1480-1562), also known as „Götz of the Iron Hand“. He was a German (Franconian) Imperial Knight (Reichsritter), mercenary, and poet. 23 June 1504 he lost his right hand by shrapnel and had this form and hand made out of steel.

His publicity even today results from his euphemism for a vulgar expression (Er kann mich am Arsche lecken – „He can lick my ass“ (nowadays aka S/M and Bondage etc.) attributed to him by writer and poet Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832), who wrote a play based on his life – without the licking … The idea which is expressed in the literal meaning goes back to ancient magic conceptions that turning the arse towards a danger or unwanted person like a skunk (a demon, a witch, a curse) will work as a protection spell (not working for tax and Görman government! I tried!). It’s also, a reference to the feudal homage kiss could be recognized. Stone depictions of this act can be found on gates and walls of medieval buildings such as castles, town fortifications, monasteries and even churches in south Germany. This euphemism is a real hit nowadays when it comes to any word from the Görman government in Berlin. Nobody believes them any longer doesn’t matter what they spread to the people.

Götzenburg in Jagsthausen
Götzenburg Jagsthausen/ Götzen castle Jagsthausen.

Why do I write this? Not to insult the government, no, everybody knows that they must hear voices from on high, like G.W. Bush, then, it is just that the bloody castle is still standing where Götz spend some time. Unbelievable.

I have to go! He would have been my friend …

Germany wouldn’t be Görmany when exactly today there wouldn’t be classical theatre where one only could get in as a penguin, so I was rejected at the entrance because of my dashing attire. Discrimination? Still Land Lords home, yes, they can!

The iron hand of Götz
Blazon of the old castle. The iron hand of Götz and a 5 spoke silver wheel.

Ps.
What’s not liked to be told is that in the park before this history charged castle two memorials were nicely place UNTIL 2014! One for the death of the 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“ and the 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ two of the Waffen-SS of Adolf, who were involved and did participate in war crimes. Why was it removed so late …?


DAY 24 – „Er kann mich am Arsche lecken“

Meine Knochen sind nach dem gestrigen Tag müde, und eine weitere Zecke hat sich an meinem Hals eingegraben. Ja so isses. Ich brauche ein erneutes sicheres Zuhause für eine Nacht, um meinen infektiösen Freund herauszuschneiden und die andere Bissstelle zu behandeln. Sie ist fies entzündet. Das Wetter ist doitsch. Feucht, windstill, schwül und grau. Der Wetterbericht orakelt von weiteren schweren Gewittern um die Mittagszeit.

Ich suche mir ein kleines Dorf aus, wo ich unterkriechen kann: Jagsthausen, nie vorher gehört. Ein weiteres römisches Bad hier irgendwo. Also wenn das Wetter hält, kann ich ein wenig dort herumstrolchen. Aber zunächst noch mehr Hügel und Schweiß. Der Schweiß läuft nur so an mir herunter und suppt in meinen Schuhen. Hatte ich auch noch nie. Wow. Der Zeckenbiss juckt und die andere gräbt sich gerade noch weiter hinein.

Gegen Mittag erreiche ich Jagsthausen, finde ein Zimmer und kann die Bisse behandeln. Ein blutiges Geschäft. Entzündet und nicht gut aussehend, da beide direkt unter dem Kragen sind. Bei jedem Tritt reibt dieser darüber. Tolle Stelle … Nach einer Komplettüberholung mit zusätzlichem: schrubben, eincremen und sauberen Klamotten, geh ich auf die Rolle und checke, wo ich eigentlich bin.

Jagsthausen,

1.800 Einwohner, die offensichtlich die Dreißigjährigen Krieg überlebten und zusammen mit Katholen hiergeblieben sind. Es funktioniert also ein Zusammenleben mit unterschiedlichem Glauben … zumindest unter Christen.

Na klar waren die Römer hier, von 160 bis 260 n. Chr. bevor sie einen Tritt in den Hintern bekamen und wieder verschwanden. Die typischen Mönche erschienen um das Jahr 1000, die Loide mit dem Zehnten usw. , und die gesamte Gegend wurde mit Klöstern infiziert.

The Luther limetree.
Lutherlinde gepflanzt 1883

Später kam dann die Gutsherren-, Grafen-, Herzog-Invasion usw., die Burgen bauten und die Menschen wurden weiter ausgepresst. Der immer noch bekannteste und populärste war Götz von Berlichingen (1480-1562), der sogar von der SMS, YouTube uns WhatsApp eine geradezu spektakuläre Renaissance widerfährt. Er war ganz untypisch für die Zeit, Franke, Reichsritter, Söldner und Poet (ja, das passt). Am 23 Juni 1504 verlor er eine Hand durch ein Schrapnell, deshalb auch „Götz mit der Eisenhand“ genannt.

Seinen phänomenalen Bekanntheitsgrad bekam er aber durch einen Spruch und nicht durch die “Er kann mich am Arsche lecken”, welches er einem mainzischen Amtmann auf Burg Krautheim zurief und uns aller Goethe in einem Theaterstück über sein Leben niederschrieb – ohne das Lecken natürlich! Das Ding mit dem Hintern hat buchstäblich eine sehr alte Bedeutung; also blank zu ziehen, wenn Gefahr droht oder einer Persona non grata gegenüber. Ja, genau wie ein Stinktier dies macht … Das Blankziehen sollte gegen Verhexen ebenfalls wirken (nicht so beim Finanzamt oder der doitschen Regierung, hab’ ich versucht in sensu lato). Es ist auch als Hommage auf den herrschaftlichen Kuss gedacht. Inschriften in Wallanlagen, Burgen und Klöstern bezeugen das Alter dieses Brauchs. Momentan ist dieser Euphemismus geradezu viral, wenn es, egal in welchem Sinne, um die doitsche Regierung. Niemand glaubt den Medien und der Regierung im Zeitalter der „Fake News“ und „Alternativen Fakten“ noch irgendein Wort, egal was sie von sich geben.

Götzenburg in Jagsthausen
Götzenburg Jagsthausen/ Götzen castle Jagsthausen.

Warum ich das gerade schreibe. Bestimmt nicht, um die Wissenden in Berlin zu diskreditieren, sie hören wahrscheinlich Worte aus dem Himmel wie G. W. Bush, nein, dieses Schloss von Götz steht jetzt vor mir in alle seiner Pracht. Unglaublich! Ich muss weiter. Der Regen naht. Götz wäre bestimmt mein Freund geworden …

Deutschland wäre nicht Doitschland wenn tatsächlich gerade heute DAS klassische Theater von Goethe gespielt worden wäre, wo Mann nur als Pinguin verkleidet reinkommt. Ich nicht und denke bei meiner Frage an … klar: Götz! Diskriminierung! Es gibt sie noch die Dreiklassengesellsacht in Doitschland. Die, ihr und wir, die anderen, yes, they can!

The iron hand of Götz
Das Wappen von Götz’ Schloss. Die Eisenhand und ein silbernes fünf-speichiges Rad.

Ps.
Was nicht gern erwähnt wird, ist die Tatsache, dass bis 2014 Denkmäler für Adolfs 17. SS-Panzergrenadier-Division „Götz von Berlichingen“ sowie die 5. SS-Panzer-Division „Wiking“ direkt vor dem Schloss platziert waren. Aber um das zu erwähnen gibt es ja Menschen wie mich zum Beispiel! Warum wurden die eigentlich erst so spät demontiert, is ma ne echte Frage?

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