End of limes

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Day 26

No fog but sun at 5:00 a.m. I can start the day with a fresh glass of milk directly from that thing where it comes from forgot the name – tretrapack, no cow it was.

Eight kilometers downhill through a chilling still dark forest, surely followed by a eight kilometer ascent where my legs are already where they were yesterday in the afternoon. It is not even 8 a.m. I start thinking of jelly bean and jelly legs when the sun rises and in this windless atmosphere sweat is just pouring out of me. The hilly landscape with forests everywhere is the National Park of the Swabian Jura so wonder about the climbs.
Irritation is just the fact that the authors of this road book paralleling the limes chose tracks with more and more ascents about 16 % plus – bones splitting and muscle bursting, really!

At lunch I have a great view from a hilltop into the distance to the next hilltop. There is just two little problems, only two. It is 36° C already and there is this valley I have to pass – to me I looks like a big hole. Through this “trough” is a main car and train route and an autobahn. I am aware about what’s coming up. Again my breaks were smoking, coming of “Belle Air” into the Diesel and smog valley. Crazy traffic, stress, Görman professional and productive hectic and the bad thing is … I realize that in this polluted windless heat I will never make it up the next hill.

First things first. I have a break under a big chestnut tree in the shade asking every person passing by how to get out of here. Not a chance, I have to go uphill. On my way through this air which tickles in my lungs and make me cough I see this sign: Wanderheim Kirnbach. I turn into the woods and found it, true blue Görman men are drinking beer for a morning pint. I walked in, almost 12:00 a.m. asking if I can have asylum in my tent behind the house. To hot, to knackered by the heat and just dead in my boots and trousers.

Wanderheim Kirnbach
Asylum: Wanderheim Kirnbach
Wanderheim Kirnbach
Wanderheim Kirnbach

Wanderheim Kirnbach

Just no problem, I have to tell my story and even could have three NA wheat beer for free. They’ll be gone soon and I can use the facilities and just have to put the keys at the hidden place. I get information about the next day uphill through the woods and it will be steep. Yeeahh, that’s the deal about this old fart bike trip through Gömans hinterland.
The limes … oh the limes is nothing left here, overbuilt and turns east called the “Limes Knee”. I have to go south to the Swiss boarder. They night I am happy to have some shelter near a house, because the thunderstorms are epic again.


Tag 26 – Limes ist wech.

Kein Nebel heute; dafür Sonne um 5:00 Uhr morgens. Ich kann den Tag mit einem frischen Glas Milch beginnen, direkt von dem Tier, dessen Namen ich vergessen habe – Tetrapack oder so.

Acht Kilometer geht’s durch einen dunklen, kühlen Wald bergab, der selbstverständlich gefolgt ist, von einem acht Kilometer Aufstieg. Danach sind meine Beine genau dort, wo sie gestern Nachmittag schon waren. Es ist noch nicht einmal 8:00 Uhr … Beim strampeln sinniere ich über Jellybeans und Gummibeine, als die Sonne steigt und der Schweiß nur so bei Windstille aus mir strömt. Die bergige, bewaldete Landschaft gehört zum Nationalpark der Schwäbischen Alp: kein Wunder also, dass Mann schwitzt.

Es irritiert nur etwas, dass der Initiator der Fahrradroute, die den Limes mehr oder weniger begleitet, Steigungen von 16 % und mehr gewählt hat, dass geht ja gar nicht.

Um die Mittagszeit habe ich von einem Hügel einen super Ausblick zum nächsten Hügel. Da gibt es nur zwei klitzekleine Probleme, nur zwei. Es sind schon wieder 35° C und da ist dieses Tal, welches ich durchqueren muss. Für mich sieht das aus wie ein großes Loch. Durch diesen Trog führt eine Bundesstraße, die Autobahn und eine Bahnstrecke somit schwant mir, was mich erwartet. Meine Bremsen qualmen erneut bei der Abfahrt, als ich von „Bell Air“ ins Diesel-Tal abtauche. Verrückter Verkehr, doitsche professionelle und produktive Hektik erwartet mich und das Schlimmste ist … ich merke, ich schaffe es in dieser verseuchten Luft und wahrsinnigen Hitze niemals auf den Berg auf der anderen Seite. Heute nicht!

Aber zuerst eine Pause unter eine Kastanie, wo ich jede vorbeikommende Person frage, ob es einen anderen Weg aus diesem Horror gibt. Nö, keine Chance, es sei denn ich folge der Bundesstraße. Will ich nich’. Also hoch! Auf meinem Weg durch den Smog mit zuckender Lunge und Schleim hustend (wie können hier Menschen freiwillig leben?) sehe ich dieses Zeichen. Wanderheim Kirnbach.

Ich fahre in den Wald und finde dieses Heim. Deutsche Männer sitzen beim Weizenbier: Frühschoppen. Ich wanke hinein, etwa 12:00 Uhr und frage, ob ich hier für eine Nacht Asyl in meinem Zelt hinter dem Haus haben könnte. Zu kaputt, zu verschwitzt und zu erledigt. Ich könne und bekomme, so wie ich schwitze, drei alkoholfreie Weizen spendiert. Dafür muss ich nur meine Geschichte erzählen.

Wanderheim Kirnbach
Asyl: Wanderheim Kirnbach
Wanderheim Kirnbach
Wanderheim Kirnbach

Wanderheim Kirnbach

Sie wollen bald los, den ihre Alten kochen und es gibt Middach. Ich kann Dusche und Toilette benutzen und soll morgen nur den Schlüssel verstecken, das wär’s. Bevor sie verschwinden, bekomme ich noch Infos für den Weg durch den Wald bergan. Allerdings ist die Asphaltstraße gesperrt – Bauarbeiten – und ich muss den Wanderpfad durch den Wald nehmen: Der ist steil. Okay, aber das war der Deal mit Doitschlands Hinterland.

Der Limes …? Oh, vom Limes ist nichts mehr übrig, alles überbaut hier am „Limes Knie“, der nach Osten abbiegt. Ich muss nach Süden zur Schweiz. Diese Nacht bin ich froh neben einer Hütte im Wald sicher im Zelt zu liegen, denn die Gewitter haben mittlerweile epische Ausmaße angenommen.

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