Mein Doitschland – 6. Teil

Der Suvarnabhumi International Airport

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My Germany – Back? Yes, but … home? Part 6

We only knew the refugee crisis by the news and from abroad, where the eternal (glued to the chair of command) ‚Mutti‘ (Chancler Merkel nick-named ‘Mother‘ in the meaning of: matron) had been given the title ‚Mother of All Believers‘ and it seems, she just had to collect her Nobel Peace Prize.
We, on the other hand, were looking forward to gifts and cheering crowds who, like the other migrants, would greet us with tears in their eyes and wetly pants. Because that’s what we were! Migrants, okay economic refugees, but at least refugees, right?
Maybe we will even be adopted, someone will take over our sponsorship and will pay everything to us, provide us with an apartment, give us a car or even a house. Our expatiations were enormous, what we hear on the news. We were really enthusiastic.
In Frankfurt on the customs we had to change planes and I put down my cell phone, said, I have lost the passport; just to try like most of the asylum seekers (Katrin had warned me!) and instead of wet eyes and a friendly smile, I got a real major rocket. But the asylum seekers had also lost all their passports, just not the cell phone … a very mean look then let me pass over my passport. Man is just submissive German … groveling.

But when we finally arrived in Hanover airport with the usual, wet and cold drizzle …
„Crap!“
Nobody there who cheered us!
No one who gave us flowers or toys or anything to eat, even though after the 11-hour flight from Thailand and after nearly two and a half years in the sun, we also had munchies for German food. Nobody offered us a place to stay. Nothing. Bubkiss! One good thing struck us: we too were not searched for weapons, money, gold or whatsoever, as usual after being abroad for so long.

Ko Samui, die zweitgrößte thailändische Insel.
From the heat …
Der Suvarnabhumi International Airport
From the heat …

Tired of the flight from Thailand finally (hem, maybe, let’s see) back in Germany. Home is somewhere else everything is as always here; at least for us Germans: gray, cold, unfriendly, uninterested, stressful. After all, if you are German, you can be treated like shirt, no one will call you a racist. Okay, we would have wondered. With couldn’t believe that Germany changes … ever.

At the car rental at the late hour …
„Driver’s license, identity card“, over. No please, as we’re recognized as Germans.
Not more:
No ‚: „No good evening“, not even a look in the eyes.

After all, in addition to our cell phones, we still had the passport that we had not accidentally lost and were immediately recognizable as Germans.
„Swell!“, we thought.

Already on the way Katrin and I had a plan, how we would start this time in Germany.

1. Social Welfare Office
2. Labor Office
3. Search accommodation

Just let’s see how the brown-tanned German old fart and tanned old shrew will be handled in ‚New Germany 2.0‘. Just let’s get up and go …

It was the 29 February 2016.

Niedersachsen, Göttingen.
… into the cold.
Lower Saxony, University Town of Göttingen.
… into the cold.

… to be continued …


Mein Doitschland – Zurück in … der … Heimat? 6. Teil

Wir kannten die Flüchtlingskriese nur aus den Nachrichten vom Ausland, wo die ewige ‘Mutti‘ den Titel Mutter aller Gläubigen bekommen hatte und eigentlich nur noch ihren Friedensnobelpreis abholen musste.
Wir dagegen freuten uns auf Geschenke und jubelnde Massen, die uns genauso wie die anderen Migranten mit Tränen in den Augen und feuchten Hosen begrüßen würden. Denn das waren wir schließlich auch! Migranten, okay wirtschaftlich Flüchtlinge, aber immerhin Flüchtlinge, oder? Vielleicht werden wir sogar adoptiert, jemand übernimmt unsere Patenschaft und löhnt alles für uns, stellt uns `ne Wohnung zur Verfügung, schenkt uns ein Auto oder gar ein Haus. Wir waren wirklich enthusiastisch. In Frankfurt am Zoll mussten wir umsteigen und ich legte braun gebrannt mein Handy vor, den Pass hätte ich verloren; nur einmal so zum Ausprobieren (Katrin hatte mich gewarnt!) und an Stelle von feuchten Augen bekam ich einen richtigen Anschiss. Aber die Asylanten hatten doch auch alle ihren Pass verloren, nur das Handy nicht … ein ganz fieser Blick ließ mich dann doch meinen Pass vorlegen. Mann ist eben unterwürfiger Doitscher. Winsel.

Aber als wir schließlich in Hannover beim üblichen, nasskalten Nieselregen übermüdet aus dem Flughafenzoll wankten …
„Scheiße!“
Niemand da, der uns empfing!

Niemand, der uns Blumen schenkte oder Spielzeug oder irgendwas zu essen, obwohl wir nach dem 11-Stunden-Flug von Thailand nach fast zweieinhalb Jahren auch Kohldampf auf deutsches Essen hatten. Niemand bot uns einen Übernachtungsplatz an. Nichts, rein gar nicht. Ein Gutes fiel uns auf: Auch wir wurden nicht gefilzt, wie sonst nach einem so langen Wegbleiben am Zoll üblich.

Ko Samui, die zweitgrößte thailändische Insel.
Von der Wärme …
Der Suvarnabhumi International Airport
Von der Wärme …

Müde vom Flug aus Thailand endlich (hm, vielleicht, mal seh’n) wieder in Doitschland. Heimat ist woanders, ist doch alles hier wie immer; zumindest für uns Deutsche: grau, kalt, unfreundlich, desinteressiert, stressig. Man ist schließlich Deutscher, kann behandelt werden wie Dreck, ohne das jemand Rassist genannt wird. Okay, wir hätten uns auch gewundert. Wollten ja erleben, ob sich Doitschland geändert hätte.

Bei der Autovermietung zur späten Stunde kam nur ein:
„Führerschein, Personalausweis“ rüber.
Mehr nicht:
Kein‘: „n’Abend“, nicht mal ’n Blick in die Augen.

Wir hatten ja schließlich zusätzlich zu unseren Handys noch den Pass, den wir nicht zufällig verloren hatten, und waren damit sofort als Deutsche zu erkennen.
„Dumm gelaufen!“, dachten wir.

Schon unterwegs hatten Katrin und ich uns verabredet, wie wir dieses Mal in Doitschland starten würden.

1. Sozialamt
2. Arbeitsamt
3. Wohnungssuche

Einfach mal sehen, wie das so als braun gebrannter Deutscher alter Sack und braun gebrannte alte Xanthippe jetzt im ‘Neuen Doitschland 2.0’ abgeht. Nur mal so aus Bock …

Es war der 29. Februar 2016.

Niedersachsen, Göttingen.
… in die gefühllose Kälte.
Lower Saxony, University Town of Göttingen.
… in die gefühllose Kälte.

… Fortsetzung folgt …

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